{"id":32,"date":"2015-12-15T14:03:59","date_gmt":"2015-12-15T14:03:59","guid":{"rendered":"http:\/\/frauenhaft-foerderverein.com\/?page_id=32"},"modified":"2024-08-06T07:39:57","modified_gmt":"2024-08-06T07:39:57","slug":"stimmen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/frauenhaft-foerderverein.com\/?page_id=32","title":{"rendered":"Stimmen"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eAm Wettbewerb teilzunehmen hat mir sehr viel Spa\u00df gemacht und (was fast noch wichtiger ist) er hat mich zu vielen Bildern inspiriert. Er hat mir die M\u00f6glichkeit gegeben, mit anderen zu teilen was ich hier f\u00fchle und denke, weil ich hier oft das Gef\u00fchl habe, nicht wahrgenommen zu werden. Es ist sch\u00f6n zu wissen, dass es Menschen gibt, die sich daf\u00fcr interessieren.<br \/>\nDie Kunstgruppe ist mir unglaublich wichtig. Sie ist wie ein kleiner Urlaub aus dem grauen Alltag und noch viel mehr als das. Ich kann nicht in Worte fassen, wie wichtig mir allgemein Kunst ist und durch die Kunstgruppe habe ich sehr viele M\u00f6glichkeiten, meine Kunst (&#038; mich selber) zu verwirklichen. Hier zu sein, ist ein schwer zu verkraftender Tiefpunkt, aber die Kunstgruppe hilft mir dabei, trotzdem weiterzumachen. Daf\u00fcr bin ich aus tiefstem Herzen dankbar.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px; text-align: right; font-size: 18px;\">H. S.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eDie Schreibgruppe war toll f\u00fcr mich. Ich habe jetzt ein kleines Handwerk in der Hand, um mich zu trauen meine Geschichten zu schreiben. Ich hab ein verborgenes Talent in mir entdeckt und m\u00f6chte sogar beruflich das Schreiben in mein Leben integrieren. Danke daf\u00fcr!\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px; text-align: right; font-size: 18px;\">A. S.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eDie Zeit in der Kunstgruppe sowie Schreibgruppe ist \u201eErholzeit\u201c.<br \/>\nOb witzig, traurig, erinnerungsschwer, und doch immer absolut ehrlich und ohne Vorurteile oder abwertend \u2013 der Pinsel, die Farbe, sie l\u00fcgen nicht. Und wenn jemand lacht oder auch weint, weil ein Bild jemanden ber\u00fchrt, dann ist der Gedanke\/die Idee es wert gewesen, erz\u00e4hlt zu werden.<br \/>\n\u201eVielleicht erkennt ihr mich in meinen Bildern\/Texten. Sp\u00fcrt meine Sehnsucht und die eigene noch dazu. Vielleicht haben wir dann etwas gemeinsam und unsere Seelen ein kleines Rendezvous.\u201c<br \/>\nWir experimentieren mit Worten, Schriftart, -stil, Farben, Werkmaterialien, besprechen unsere Werke und stellen dann fest, dass das neue Rot besser passt, der neue Satz es besser trifft. Vor allem da sieht und h\u00f6rt jemand und man lernt. Ein Gedanke, ein Leitfaden, den man in Zukunft drau\u00dfen anwenden kann. Danke daf\u00fcr!\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px; text-align: right; font-size: 18px;\">A. H.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eIch will versuchen, in Worte zu fassen, wie wichtig f\u00fcr mich die Freizeitgruppen \u201eKunst\u201c und \u201eKreatives Schreiben\u201c sind. Besonders die zur Verf\u00fcgung gestellten Mal-Materialien sind toll, da ich damit auch w\u00e4hrend der Einschlusszeit malen kann.<br \/>\nVor meiner Inhaftierung hatte ich sicher 40 Jahre nicht mehr gezeichnet, geschweige denn gemalt. Noch nie habe ich versucht, Geschichten zu schreiben, geschweige denn Gedichte!<br \/>\nUnd doch merkte ich sofort, wie erl\u00f6send und begl\u00fcckend es ist, dem, was ich in mir sp\u00fcre Ausdruck zu geben. Ich nehme einen Stift, ziehe eine Linie, suche Worte, mische Farben, bilde Formen und Figuren heraus&#8230;so lange, bis das Ergebnis mit meinen inneren Vorstellungen \u00fcbereinstimmt.<br \/>\nUnd dann bin ich gl\u00fccklich, wie eine Henne, die ein Ei gelegt hat.<br \/>\nMit jedem Bild tut sich etwas in mir.<br \/>\nIch werde noch viele Bilder malen und vieles schreiben m\u00fcssen, aber das ist ja auch in Ordnung.<br \/>\nIch kann mir nicht vorstellen, jemals wieder damit aufzuh\u00f6ren.<br \/>\nIch bin jedenfalls zutiefst dankbar daf\u00fcr, hier malen zu d\u00fcrfen.<br \/>\nDanke, dass Sie dieses erm\u00f6glichen und danke f\u00fcr die Referenten des kreativen Schreibens, die so wundervolle Arbeit leisten.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px; text-align: right; font-size: 18px;\">Ch. v. U.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eAls f\u00fcr die Frauenabteilung zust\u00e4ndige Abteilungsleiterin begr\u00fc\u00dfe ich das hiesige Angebot zur k\u00fcnstlerischen Bet\u00e4tigung sowie jegliche Erweiterung der M\u00f6glichkeiten auf diesem Gebiet sehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zum einen z\u00e4hlt zu einer erfolgreichen Resozialisierung der Inhaftierten nicht nur, diesen bei der Suche nach einer Wohnung oder Arbeit behilflich zu sein oder finanzielle Angelegenheiten zu kl\u00e4ren, sondern auch, zu vermitteln, dass viele von ihnen \u00fcber F\u00e4higkeiten verf\u00fcgen, die ihnen bislang unter Umst\u00e4nden verborgen geblieben sind bzw. an die sie bislang noch gar nicht gedacht hatten.<br \/>\nGerade in der k\u00fcnstlerischen Bet\u00e4tigung l\u00e4sst sich immer wieder beobachten, dass Gefangene ungeahnte Talente in sich entdecken und Erfolgserlebnisse erleben, die ihnen auch in der Zeit nach der Entlassung Selbstvertrauen und psychische St\u00e4rke vermitteln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zum anderen tr\u00e4gt die k\u00fcnstlerische Art der Freizeitbesch\u00e4ftigung auch wesentlich zu einer Entspannung des Vollzugsalltags bei:<br \/>\nSo finden viele Inhaftierte in k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeiten einen Weg, dem \u201eVollzugseinerlei\u201c und den damit h\u00e4ufig verbundenen seelischen Belastungen zu entfliehen, ein wenig Sch\u00f6nheit in die schwierige Zeit der Haft zu bringen und manchen Konflikt auf \u201ekreative Art und Weise\u201c zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Insgesamt leistet das kunsttherapeutische Angebot demnach einen wertvollen Beitrag zu einem erfolgreichen Strafvollzug und kommt somit sowohl den Inhaftierten selbst, als auch den Bediensteten zu Gute.\u201c<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px; text-align: right; font-size: 18px;\">T. Obernd\u00f6rfer<br \/>\nRegierungsr\u00e4tin<br \/>\nehemalige Abteilungsleiterin Frauen der JVA Aichach<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote><p>Kunst ist Resozialisierung der Seele. Kunst ist die M\u00f6glichkeit, in einem Haus voller Gitter kurze Zeit frei sein zu k\u00f6nnen. Die Kunstgruppe ist einfach wichtig, um die guten Seiten des Lebens nicht zu vergessen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;font-size: 18px;\">M. J. (Alter: 31 Jahre)<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote><p>Kunst ist ein Hobby oder eine Arbeit, die beruhigt. Das Sch\u00f6ne an der Kunst ist, dass es keine Grenzen oder Regeln gibt, die zu befolgen sind. Das bezweckt, dass man seine Gedanken und Gef\u00fchle so ausdr\u00fccken kann, wie man m\u00f6chte und das hat eine beruhigende Wirkung. An k\u00fcnstlerischen Arbeiten hat man Spa\u00df, weil so gezeichnet oder gemalt werden kann, wie es im eigenen Kopf aussieht. Man erh\u00e4lt einen Einblick in das Innere mancher K\u00fcnstler, vorausgesetzt man interpretiert deren Werk richtig.<\/p>\n<p>Abgesehen davon f\u00fchlt man sich gut, wenn man sein eigenes Bild fertiggestellt hat. F\u00fcr ein Kunstwerk wird man zwar oft gelobt, doch am wichtigsten ist es, dass es einem selbst gef\u00e4llt. Ein Kunstwerk braucht Zeit, das ist aber beim k\u00fcnstlerischen Arbeiten kein Problem. Umso mehr Versuche und Stunden investiert werden, desto stolzer ist man am Ende. Das gef\u00e4llt mir an Kunst.<\/p>\n<p style=\"text-align: right; font-size: 18px;\">S. B. (Alter: 15 Jahre)<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote><p>Die Kunstgruppe bzw. der Kunstworkshop ist f\u00fcr mich wie ein Ausflug aus der Monotonie des Alltags in der JVA Aichach. In dieser Zeit vergisst man oft, wo man sich eigentlich befindet. Ich kann meine Kreativit\u00e4t ausleben und meine Emotionen, positiv wie negativ, bearbeiten. Ich lerne viel \u00fcber meine Situation, wenn die Bilder usw. besprochen werden.<\/p>\n<p>Der Kunstworkshop ist ein Highlight, denn uns werden komplett neue Arten der Kunst n\u00e4hergebracht. Auch wenn ich mich manchmal nicht so recht an neue Techniken gewagt habe, waren sie am Ende doch erfolgreich.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der k\u00fcnstlerischen Arbeit werden einem ganz neue Seiten der eigenen Pers\u00f6nlichkeit aufzeigt. F\u00fcr mich ist die Kunstgruppe eine Erleichterung im JVA-Alltag und auch meine Weiterentwicklung wird dadurch gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p style=\"text-align: right; font-size: 18px;\">A. S. (Alter: 60 Jahre)<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote><p>Ich pers\u00f6nlich bin froh, dass ich verborgene Talente in den Kunstgruppen entdeckt habe und mir gezeigt wurde, wie hilfreich Kunst sein kann, um den Haftalltag besser zu bew\u00e4ltigen. Es entstehen gro\u00dfartige und emotionale Bilder, die sich sehen lassen k\u00f6nnen und uns Gefangenen zu innerer St\u00e4rke verhelfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right; font-size: 18px;\">\u00a0A. G. (Alter: 33 Jahre)<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote><p>Die Kunstgruppen bedeuten immer eine kleine Auszeit von dem JVA Alltag f\u00fcr mich. Den Ideen und Vorstellungen, bis hin zur Umsetzung, sind keinerlei Grenzen gesetzt. Es werden einem so viele verschiedene M\u00f6glichkeiten geboten, zu malen und k\u00fcnstlerisch t\u00e4tig zu sein. Kunst bedeutet f\u00fcr mich, in meinen Gedanken und Vorstellungen frei zu sein\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: right; font-size: 18px;\">\u00a0 L. E. (Alter: 26 Jahre)<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Freiheit wurde mir zwar genommen, aber etwas sehr Wertvolles habe ich gewonnen: Die Entfaltung meiner Kreativit\u00e4t und die Leidenschaft zur Kunst!<br \/>\nSie hilft mir mich von meiner Vergangenheit abzulenken und die Zeit, die ich auf Zelle verbringe in meinen Augen als sinnvoll zu nutzen.<br \/>\nDie Stunden vergehen wie im Fluge beim Zeichnen. Bei jeder Zeichnung lerne ich dazu noch perfekter zu werden und bin stolz auf die Werke, die ich gestalte und auf das Potenzial, das in mir steckte und vor sich hin schlummerte.<br \/>\nDie Kunstgruppe ist ein Highlight der Woche f\u00fcr mich. Kreative (wenn auch kriminelle) Menschen mit einer gemeinsamen Leidenschaft treffen aufeinander, tauschen sich aus, helfen sich gegenseitig und f\u00fchren Dialoge in der Kunstgruppe auf einem anderen Niveau.<br \/>\nIn unterschiedlichen Bereichen k\u00f6nnen wir uns probieren und experimentieren, ob in \u00d6l, Aquarell, Acryl, Kohle oder sonstigem.<br \/>\nIch bin sehr dankbar dar\u00fcber, dass ich in der Kunstgruppe bin und dass durch die Hilfe des Hauses und der externen Kunsttherapeuten uns die M\u00f6glichkeit dazu gegeben wird!<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px; text-align: right; font-size: 18px;\">W. K.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Kunsttherapie in ihrer aktuellen Formt stellt meiner Ansicht nach ein einmaliges Angebot dar, dass weder an einer Indikation orientierte Behandlungsma\u00dfnahme noch reines Freizeitangebot ist. Vielmehr ist es in meinen Augen eine Zwischenform dieser beiden Angebote, von dem alle inhaftierten Frauen ohne \u201eZulassungsbeschr\u00e4nkungen\u201c im Sinne einer individuell heilsamen und damit gleichzeitig resozialisierend wirkenden Weise profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right; font-size: 18px;\">Sozialp\u00e4dagogin der JVA Aichach<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Es bedeutet mir sehr viel, mich selbst hier in der JVA kreativ entfalten zu k\u00f6nnen. Durch die Kunst ist es mir m\u00f6glich, wie in einer Art Meditation, meinen Geist zu befreien und dadurch jegliches Zeitgef\u00fchl zu vergessen. Sogar meine pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnisse r\u00fccken in den Hintergrund, da ich so vertieft in meine Arbeiten bin. Es ist sch\u00f6n, in unserem Alltag die M\u00f6glichkeit zu haben, in eine v\u00f6llig andere Welt zu tauchen und auch mal kurz zu vergessen, welche Situation uns umgibt.<br \/>\nIch pers\u00f6nlich habe mich ja auch schon in Freiheit sehr viel mit Kunst besch\u00e4ftigt, aber anderen Inhaftierten ist diese Art der Ablenkung vielleicht auch eine neue Alternative zum Verarbeiten eines bestehenden Schmerzes, zu Abbau gewisser Aggressionen oder auch einfach eine neue M\u00f6glichkeit, Gef\u00fchle auszudr\u00fccken.<\/p>\n<p style=\"text-align: right; font-size: 18px;\">M. M.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201eAus dem Leide sch\u00f6pft die Kunst die erhabensten Eingebungen.\u201c<br \/>\n(Michelangelo Buonarotti)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Kunst erm\u00f6glicht es Gedanken und Gef\u00fchle, ob positive oder negative, zum Ausdruck zu bringen und bietet in gewisser Weise Hilfestelllungen beim Erleben und bei der Verarbeitung von eben diesen. Kunst unterst\u00fctzt Ehrgeiz und Durchhalteverm\u00f6gen, obwohl das Ziel zun\u00e4chst nicht sichtbar ist, nur vor dem inneren Auge des K\u00fcnstlers.<br \/>\nDurch k\u00fcnstlerische T\u00e4tigkeit gelingt es oft h\u00f6chste Konzentration hervorzurufen und zu gleicher Zeit aber tiefste Entspannung zu erleben.<br \/>\nUnd bei Vollendung des Werkes dann, einem das Gef\u00fchl zu geben etwas Tolles und Einzigartiges durch eigene M\u00fche und Flei\u00df geschaffen zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: right; font-size: 18px;\">V. di Leo<br \/>\nSozialp\u00e4dagogin der JVA Aichach<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Kunstgruppe im Knast bedeutet f\u00fcr mich:<br \/>\nDie M\u00f6glichkeit w\u00f6chentlich zwei von 168 Stunden das zu tun, was ich in der \u201eechten Realit\u00e4t\u201c auch tue: Experimentieren, lernen und jedem Anflug einer Idee freien Lauf lassen k\u00f6nnen.<br \/>\nKunst im Knast bedeutet f\u00fcr mich, ungezwungen, autonom und selbstverantwortlich in v\u00f6lligem Gegensatz zur sonst allgegenw\u00e4rtigen Reglementierung, seelischer Ummauerung und geistiger Einz\u00e4unung ICH zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: right; font-size: 18px;\">Sol.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">Sehr geehrte Damen der JVA Aichach,<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ihre Bilder haben mich stark beeindruckt. Sie gefallen mir ausgesprochen gut, sowohl vom Inhalt, als auch vom k\u00fcnstlerischen Ausdruck her. So kommen Sie doch (wenn auch indirekt) aus Ihren Mauern heraus und hinterlassen einen wunderbaren positiven Eindruck.<br \/>\nIch w\u00fcnsche allen K\u00fcnstlerinnen und Ihrer Leiterin noch viele positive R\u00fcckmeldungen. Viele sagen es, geben es aber nicht schriftlich weiter. Es w\u00fcrde mich freuen, wenn \u00e4hnliche Projekte folgen!<\/p>\n<p style=\"text-align: right; font-size: 18px;\">Leserbrief zum Rathausadventskalender 2012<br \/>\nR. Reisinger<br \/>\nGesch\u00e4ftsf\u00fchrerin<br \/>\nvhs Aichach-Friedberg<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">ICH F\u00dcHLE MICH FREI UND STOLZ<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u2026 drau\u00dfen war ich sehr besch\u00e4ftigt mit meinem thail\u00e4ndischen Restaurant. Zeit f\u00fcr Kunst? Nicht direkt: Beim Kochen achtete ich immer auf die Kombination der Speisen auf den Tellern, auch die Farben am Tisch und an den W\u00e4nden mussten abgestimmt sein \u2013 War das Kunst?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u2026 richtig zu malen habe ich eigentlich erst hier in der JVA aus Langweile angefangen. Als ich in die Malgruppe kam, war ich \u00fcberrascht, denn ich fand, dass es mir mehr gab als ich erwartet habe.<br \/>\nIch f\u00fchlte mich frei, relaxt, ruhiger und konzentriert wie nie zuvor. Gleichfalls irgendwie stolz, stolz auf meine Malerei und auf mich selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u2026In meiner Gruppe sind wir sehr spontan und freundlich zueinander, das macht die zwei Stunden sehr wertvoll, au\u00dferdem finde ich, dass die Zeit so sehr schnell vergeht. Gerade beim Malen vergesse ich alles, vergesse ich, wo ich bin, vergesse die Probleme, vergesse ich sogar meinen Magen. Ich kann nur das eine sagen: KUNST GIBT MIR MEHR ALS ICH DACHTE, KUNST TUT MIR WIRKLICH GUT. Ich bin dankbar daf\u00fcr.<\/p>\n<p style=\"text-align: right; font-size: 18px;\">P. G.<\/p>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: left;\">2009 kam ich durch eigenes Verschulden in Haft. Meine jetzige Lebenssituation: mindestens zwei weitere Jahre muss ich hier verweilen.<br \/>\nDie ersten zwei Jahre durchlebte ich einen f\u00fcrchterlichen seelischen wie auch psychischen Absturz. Stressbedingter Tinitus lie\u00df mich nicht mehr schlafen.<br \/>\nWenn die Zellent\u00fcr verschlossen wurde, mich die Einsamkeit und Schuld erdr\u00fcckte, mir bewusst wurde, in welche Situation ich mich gebracht habe&#8230;<br \/>\nWie vielen Menschen, die mich lieben, ich gro\u00dfes Leid zuf\u00fcgt habe, verletzt habe, die durch meine Tat mitverurteilt wurden\u2026<br \/>\nMein Opfer brachte ich in eine lebensbedrohliche Situation&#8230;<br \/>\nDiese mir so bewusste Schuld, die ich auf mich nehmen muss, da ich allein f\u00fcr meine Schuld verantwortlich bin.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ja, da wollte ich nicht mehr leben. Scham und Selbstvorw\u00fcrfe zerfleischten mich, sobald ich alleine war. Wie sehr w\u00fcnschte ich mir immer, dass alles nur ein b\u00f6ser Traum w\u00e4re, aber die Wirklichkeit holte mich zur\u00fcck ins jetzt, hier und heute \u2026 Es ist und war kein Traum. Gerade zu dem Zeitpunkt, als ich ganz unten war, keinen Sinn in meinem Sein mehr sah, bekam ich die positive Nachricht zur Teilnahme an der Kunstgruppe, auf die ich schon so lange gewartet hatte\u2026<br \/>\nHeute kann ich sagen &#8211; nach zwei Jahren in der Kunstgruppe -, dass ich die Kunst f\u00fcr mich entdeckt habe und die Kunst mich\u2026<br \/>\nF\u00fcr mich war und ist sie die Rettung, der Anker in der Brandung. Ich habe gelernt, wieder an das Leben zu glauben, die Zukunft nach der Haft in einem positiven Licht zu sehen. Meine Angst vor dieser Zukunft ist vorbei, \u201edenn\u201c ich wei\u00df, ich will und kann ein neues, straffreies Leben im Kreise meiner Familie verbringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcr mich ist die Kunst ein sehr wichtiger Baustein meines Lebens geworden. Wenn ich denke es geht nicht mehr \u2026 nehme ich Block und Bleistift und lasse meinen Gedanken freien Lauf, lasse mich von den sch\u00f6nen Dingen des Lebens inspirieren. Dadurch ziehen die dunklen Wolken, die mich betr\u00fcben, traurig machen wollen, ganz schnell vor\u00fcber und ich erfreue mich an dem, was ich auf Papier zauberte\u2026.<br \/>\nF\u00fcr mich steht heute schon fest, auch in Freiheit wird die Kunst ein fester Bestandteil meines Lebens sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: right; font-size: 18px;\">E. C.<\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAm Wettbewerb teilzunehmen hat mir sehr viel Spa\u00df gemacht und (was fast noch wichtiger ist) er hat mich zu vielen Bildern inspiriert. 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